Aktuell

Wir laden ein: zu einem Vortrag von Prof. Dr. Igor Kakolewski am 13. September 2019 um 18.00 Uhr, im 2094 der Humboldt Universität zu Berlin, Unter den Linden 6.

Absolvent und wissenschaftlicher Mitarbeiter (1992-2005) der Universität Warschau; 1997/1998 Fellow am King´s College in London; 2001/2002 Gastprofessor an der University of Wisconsin in Madison und 2009 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; 2005-2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau; 2008-2014 Mitglied des Expertenteams zur Vorbereitung der Dauerausstellung am Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau; 2010-2013 Leiter des Expertenteams zur Vorbereitung der Dauerausstellung des Museums zur Geschichte Polens in Warschau; seit 2011 außerordentlicher Professor an der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn; seit 2014 stellvertretender Direktor und seit September 2018 Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften.

Die Polen in Europa – der Wandel in der Wahrnehmung Polens in Europa im 19. Jahrhundert. Betrachtungen zur Arbeit über die polnisch-deutsche Geschichtsschulbuchreihe „Europa – unsere Geschichte“ Mit der dritten Teilung Polen-Litauens im Jahre 1795 begann in der polnischen Geschichte die sog. Periode der Teilungen, in der es über 123 Jahre keine eigenständige polnische Staatlichkeit gab. Im 19. Jahrhundert bildete sich jedoch ein modernes nationales Bewusstsein der Polen, das die Grundlage für ihre Unabhängigkeitsansprüche bildete, die erst 1918 von Erfolg gekrönt wurden. Im 19. Jahrhundert entstanden auch neue Konzepte der polnischen Staatlichkeit und der Stellung, die das wiedergeborene Polen im neu definierten Europa einnehmen sollte. Inwiefern unterschieden sich die kollektive Identität der Einwohner des alten, frühneuzeitlichen Polen-Litauens von der nationalen Identität der modernen Polen? Gab es eine Interessengemeinschaft von Polen, die von ihrem eigenen Staat träumten und Deutschen, die nach der Vereinigung Deutschlands strebten? Wie haben die Polen ihren Platz in Europa wahrgenommen und welchen Beitrag haben sie zur Idee der europäischen Einheit geleistet?  Im Mittelpunkt des Vortrags stehen diese Leitfragen, die für die Entwicklung der deutsch-polnischen Lehrbuchreihe „Europa – unsere Geschichte“ entscheidend geworden sind. 
Moderation:  Dr. habil. Brygida Helbig-Mischewski

Nach dem Vortrag laden wir um 19.30 Uhr im Rahmen der Galerie der UGD zur Vernissage von  Arbeiten von Marek Pozniak ein.
Einführung: Dr. Piotr Olszowka

 

 


Gefördert durch:
PNFN

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Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)