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Wir laden Sie

am 14. Dezember 2018, um 18.00 Uhr,
im Raum 2094 der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6,zum Vortrag von Dr. habil. Jagoda Hernik Spalińska ein: Theaterwissenschaftlerin,
– historikerin und -kritikerin, Dramenforscherin, Professorin am Kunstinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) in Warschau, am Lehrstuhl für Theater. Autorin von drei Buchpublikationen („Wileńskie Środy Literackie 1927-1939” [Wilnaer Literarische Mittwochtreffen 1927-1939], IBL Warszawa 1998, „Życie teatralne w Wilnie podczas II wojny światowej”[Das Theaterleben in Wilna während des Zweiten Weltkrieges], IS PAN Warszawa 2005, „Anty-Ifigenia”[Anti-Iphigenie], IS PAN Warszawa 2015). Promotion im Jahre 2000, Habilitation 2015. In den Jahren 2005-2010 am Lehrstuhl für Drama tätig. 2009 zusammen mit Tadeusz Słobodzianek und  Roman Pawłowski Mitbegründerin und Lehrende im Rahmen des postgradualen Studiengangs Szkoła Dramatu [Schule für Drama] am Zentrum für Kunst und Bildung Laboratorium Dramatu LD [Drama-Laboratorium]. Zur Zeit am Kunstinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften PAN, zuständig für die postgradualen Studiengänge der Fakultät für Theaterwissenschaft (IS PAN) und Lehrkraft für Allgemeine Drama- und Theatergeschichte. Theatergeschichtliche Publikationen  bei „Pamiętnik Teatralny”[Theaterjournal], „Notatnik Teatralny” [Theater-Notizbuch], in der litauischen Zeitschrift für Kunstforschung „Menotyra”, Abhandlungen zum zeitgenössischen Theater u.a. in: „Dialog”, „Teatr” [Theater], „Didaskalia”[Didaskalien], im litauischen „Teatras” [Theater], Autorin von insgesamt ca. 200 Publikationen. Neben ihrem Schwerpunkt Theater in Geschichte und Gegenwart beschäftigt sich Dr. habil. Jagoda Hernik Spalińska  mit der feministischen Kritik und der Dramenforschung.

Thema des Vortrags: Zeittheater in Polen gestern und heute

Der Vortrag betrifft das Phänomen des Zeittheaters , das sich in Polen in der Zwischenkriegszeit unter dem Einfluss der deutschen Theaterströmung um Erwin Piscator herauskristallisiert hatte. Das bekannteste Theaterkonzept  innerhalb dieser Strömung brachte das Leon-Schiller-Theater hervor – bei weitem nicht als einziges dieser Art, denn dieser Theatertypus wurde gern von Frauen und nationalen Minderheiten aufgegriffen, was bislang weit weniger erforscht ist.

An der Wende des 20. zum 21. Jahrhundert ist erneut eine ähnliche Strömung nach Polen gelangt, ebenfalls von Deutschland  ins polnische Theater transponiert. Es ist kritisches Theater, das die Signatur von Frank Castorf, René Pollesch und Thomas Ostermeier trägt. Unter dem Einfluss dieser Theaterschöpfer hat sich in Polen ein Theatermodell herausgebildet, das  von solch hervorragenden Regisseuren und Theaterautoren repräsentiert wird wie Jan Klata, Monika Strzępka und Paweł Demirski. Im Gegensatz zu Zeittheater der Zwischenkriegszeit allerdings, das ein Nischenphänomen gewesen war, ist das gesellschaftskritische Theater des 21. Jahrhunderts als breite Strömung ins zeitgenössische Theater eingegangen und ist Bestandteil des theatralischen Mainstreams geworden.
Moderation:  Dr. Piotr Olszówka


Nach dem Vortrag laden wir ca. um 19.30 Uhr im Rahmen der Galerie UDG zur Vernissage der künstlerischen Arbeiten von Barbara Konieczna ein.

Einführung: Dr. Piotr Olszówka


Gefördert durch:
PNFN

BKM-LogoDer Beautragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

 

Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)