Aktuell

13.05.2022, 18:00 Uhr
Dr. habil., Professorin der Warsaw School of Economics (SGH)
Małgorzata Molęda-
Zdziech – Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Studien am Institut für Internationale Studien des  Sozialökonomischen Kollegs der SGH. Bevollmächtigte des Rektors der SGH für die
Zusammenarbeit mit der EU.
Soziologin, Politologin.

In den Jahren 1998-2001 Vizedirektorin des Polnisch-Französischen Programms für Europäische
Studien der SGH/ Institut d’études politiques de Paris.
Vom November 2017 bis März 2020 – Direktorin der Wissenschaftsförderungsstelle der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Brüssel.
Ihr Forschungsinteresse umfasst Kommunikation, Medien und Mediatisierung des öffentlichen
Lebens sowie Lobbying und Interessengruppen auf nationaler und europäischer Ebene.
Mitgliedschaft in folgenden Gremien: Polnische Gesellschaft für gesellschaftliche Kommunikation,  Polnische Soziologische Gesellschaft, Polnische Gesellschaft für Politikwissenschaften, Vorstand der Französisch-Polnischen Gesellschaft.
Vizepräsidentin der internationalen Nichtregierungsorganisation mit dem Schwerpunkt Öffentliche Politiken in Europa – Europa Verband (Entretiens Universitaires Reguliers pour l’Administrations en Europe).
Autorin und Co-Autorin zahlreicher Publikationen zu Lobbying, Kommunikation und Medien,
veröffentlichte u.a. „Czas celebrytów. Mediatyzacja życia publicznego” [Zeiten für Promis.
Mediatisierung des öffentlichen Lebens], Difin, 2013, zus. mit J. Misiuna und S.
Łubiarz „Amerykańskie wybory w erze postprawdy”[Amerikanische Wahlen im postfaktischen
Zeitalter], Oficyna Wydawnicza SGH, 2018.
Ausgezeichnet mit dem französischen Orden Chevalier des Palmes Academiques.
Thema des Vortrags:
Die gesellschaftliche Dimension der Pandemie – wem schenken wir Vertrauen,
wem
Gehör?
In dem Vortrag wird erörtert, ob und wie die Pandemie unsere Informationsquellen beeinflusst hat.
Wem schenkten wir Gehör, woher gewannen wir unser Wissen über die Pandemie?
Hat Covid-19 die Rolle der Experten, Wissenschaftler und Prominenten beeinflusst? Wenn ja,
inwiefern?


 

08.Aprill 2022, 18:00 Uhr
Prof. Andrzej Nowak

NASZ WYWIAD. Prof. Nowak: „Nowa Szkoła Holokaustu” jest ...

Professor Andrzej Nowak schloss 1982 sein Studium an der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Jagiellonen-Universität (Seminar von Prof. Władysław Serczyk) ab. Seit Januar 1983 ist der mit dem Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Institut für europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts) verbunden, wo er seine Dissertation schrieb und 1990 verteidigte (Betreuerin: Prof. Wiktoria Śliwowska). In den Jahren 1987-91 war er Bibliothekar an der Jagiellonen-Bibliothek. Seit 1991 ist er am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau tätig, wo er eine Arbeit über Józef Piłsudskis Ostpolitik 1918-1920 verfasste, die im Jahr 2002 zusammen mit seinem wissenschaftlichen Werk die Grundlage für die Verleihung des akademischen Grades eines habilitierten Doktors bildete. Seit 2002 leitet er am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften das Institut für die Geschichte der UdSSR und Osteuropas. Gegenwärtig ist er Leiter des Instituts für die Geschichte Osteuropas und Studien zu Imperien des 19. und 20. Jahrhunderts am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften-
Im Jahr 2011 wurde ihm der akademische Titel eines Professors verliehen.
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der NLU-Wirtschaftshochschule in Nowy Sącz. Er lehrte polnische und russische Geschichte an amerikanischen Universitäten (Rice, Columbia, Harvard), englischen Universitäten (Cambridge, University College of London), der Dublin City University, der Masaryk-Universität in Brünn, der Universität Tokio, der Universität Warschau, dem Collegium Civitas und an kanadischen Universitäten (University of Toronto, Simon Fraser University, McGill University, University of Alberta).
Sein Hauptinteresse gilt der politischen Geschichte und dem politischen Denken Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert. Er ist Experte für die Geschichte der polnisch-russischen Beziehungen.
Er ist Mitglied im Beirat des Jan-Nowak-Jeziorański-Kollegs für Osteuropa sowie in der Polnisch-Russischen Historischen Kommission der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN-RAS), der Mittel- und Osteuropakommission der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAU) und im Redaktionskollegium der Zeitschriften „Kwartalnik Historyczny“ und „Dzieje Najnowsze“. In den Jahren 2006-2010 war er Mitglied des Archivrates der Hauptverwaltung des Staatsarchivs, Mitglied des Beirates des Museums für Polnische Geschichte sowie stellvertretender Vorsitzender des Historikerrates der Polnischen Nationalbank (2007-2010).
Im Jahr 2015 war er Jurymitglied des Wettbewerbs „Historisches Buch des Jahres“[5]. Mit Beschluss von Präsident Andrzej Duda vom 27. Juni 2016 wurde er in das Kollegium des Instituts für Nationales Gedenken – Kommission zur Verfolgung von Verbrechen gegen die polnische Nation – berufen.

Thema der Vorlesung: Der russische Imperialismus und die Ukraine: eine tiefere Geschichte der Aggression


 

11. März 2022, 18:00 Uhr, ZOOM

Dr. Łukasz Jerzy Goczek


Łukasz Goczek ist Professor am Lehrstuhl für Makroökonomie und Außenhandelstheorie im 
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Warschau. Er war Stipendiat des 
Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen in der Kategorie Herausragende Junge 
Forscher, Verfasser mehrerer dutzend internationaler Publikationen sowie Projektleiter von 20 
Forschungsprojekten. Łukasz Goczek lehrt Ökonomie und Ökonometrie auf allen Bildungsstufen einschließlich der Promotion und ist geschätzter Didaktiker. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Wirtschaftsentwicklung und Geldmarktpolitik.
In dem Vortrag wird von den Auswirkungen der Pandemie COVID-19 auf die Wirtschaft die Rede sein. Die millionenfach identifizierten Covid-19-Fälle bedeuten Millionen Erkrankte oder in ihren vierWänden während der Pandemie Eingeschlossene. Damit gehen Störungen im Geschäftsleben bzw. im Wirtschaftssektor einher. Darüber hinaus wählte ein Teil der Gesellschaft aus Angst vor dem 
Virus, das offiziell fünf Millionen Opfer weltweit forderte, die Option, zu Hause zu bleiben. Die 
Firmen wurden geschlossen und wieder geöffnet – je nach eingeführten hygienischen 
Einschränkungen hatten sie mit Personalmängeln zu kämpfen. Einen Schaden hat auch das 
Bildungssystem davongetragen. 
Die Auswirkungen sind allerdings ungleich verteilt. Wer von zu Hause aus arbeiten kann, befindet sich in einer anderen Lage als jemand, der keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub hat und die Arbeit
persönlich ausführen muss, insbesondere wenn er zum Wirtschaftssektor gehört, der von den 
Maßnahmen betroffen ist. Störungen in der Geschäftstätigkeit der Firmen hingen auch davon ab, was mit den Mitarbeitern und den Kunden geschah, sowie davon, wie die Preise infolge der 
unterbrochenen Lieferketten anstiegen. Nicht zuletzt haben die einzelnen Länder eine radikal 
unterschiedliche Vorgehensweise an die Pandemie gewählt, und das stark voneinander 
abweichende Niveau der Bevölkerungsschutzimpfung in den jeweiligen Ländern wirkte sich auf sehrunterschiedliche Weise auf die Gesundheitssysteme und die Sterberate infolge der Krankheit aus.


 

11. Februal 2022

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Dr. Joanna Gocłowska-Bolek – Lateinamerikanistik-Absolventin, Wirtschaftswissenschaftlerin, arbeitet an der Fakultät für Politikwissenschaft und Internationale Studien der Universität Warschau. Verfasserin zahlreicher wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Publikationen über die Länder des globalen Südens. Unterstützerin der akademischen Zusammenarbeit zwischen polnischen und lateinamerikanischen Universitäten. Preisträgerin des Warschauer Preises für kulturelle Bildung. Ihre Forschungsinteressen umfassen: Probleme der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung weniger entwickelter Länder, Klimasicherheit, Integrationsprozesse und Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Ländern Lateinamerikas und der Karibik sowie Fragen ihrer politischen Systeme und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Sie liebt Wanderungen im gedrängt vollen São Paulo und im kolumbianischen Regenwald, die Prosa von Gabriel García Márquez und die Lyrik von Mario Benedetti. 

Thema der Vorlesung: „Die Coronavirus-Pandemie im globalen Süden. Bedrohungen und Herausforderungen“.
Der Vortrag wird die wirtschaftliche und soziale Situation in den ärmsten Ländern, insbesondere in Lateinamerika und Afrika behandeln. Es werden die wichtigsten Bedrohungen wie die Verschlechterung der Lebensbedingungen, Ernährungsunsicherheit, Arbeitslosigkeit, zunehmende Kriminalität usw. erörtert. Das Hauptaugenmerk wird auf den Auswirkungen der Pandemie auf das Bildungswesen liegen, insbesondere auf der Bedrohung durch den langfristigen Ausschluss eines großen Teils der Kinder und Jugendlichen von der Bildung. Es wird auch über die Herausforderungen reflektiert, die die Pandemie mit sich bringt, sowie über die Frage, welche Verantwortung die besser entwickelten Länder in dieser Hinsicht tragen.



Prof. Dr. Andrzej Zybała

Andrzej Zybała, Professor an der Wirtschaftsuniversität Warschau (Warsaw School of Economics), Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliche Ordnung (public policy). Forschungsschwerpunkte: öffentliche Ordnung (public policy), öffentliches Management, sozialökonomische Partnerschaften. Chefredakteur der akademischen Vierteljahresschrift „Studia z Polityki Publicznej”[Studien zur Öffentlichen Ordnung]. Letzte Buchveröffentlichungen: „Der polnische Geist am Scheideweg. Zur geistigen Kultur Polens” (2016) und „Public policy in Polen: Kultur, Machtausübung, Entwicklung” (2021). Mehr dazu unter: andrzej_zybala (sgh.waw.pl)

Der Vortrag “Wie der polnische Staat mit der Pandemie zurechtkam“ ist der Analyse von Erfolgen und Niederlagen auf dem Gebiet der öffentlichen Maßnahmen gewidmet, die von der Regierung in Polen mit dem Ziel getroffen wurden, die Verbreitung des Virus einzudämmen und die gesellschaftspolitischen und ökonomischen Folgen des Virus abzumildern. Besprochen werden u.a.:

  • Hauptmerkmale der von den Regierenden getroffenen Maßnahmen, Reaktionsmodi angesichts des Phänomens Pandemie,
  • Grundlegende Dilemmata bei den getroffenen Maßnahmen,
  • Instrumentarium von Mitteln zur Durchführung von Maßnahmen (z.B. Umfang des Lockdowns, Durchführung von Impfungen, öffentliche Kommunikation mit der Bevölkerung, Beachtung von Einschränkungen),
  • Ursachen hoher Sterberate bzw. Auswirkungen von eingeführten Maßnahmen, (Ausmaß der Ansteckungen, der Sterblichkeit u. ä.),
  • Aufgabenmanagement, darunter Verteilung von Aufgaben zwischen verschiedenen Ebenen der öffentlichen Behörden der Zentral- und Lokalverwaltung,
  • Einsatz von wissenschaftlichen und fachlichen Ressourcen bei der Programmierung bzw. Planung von Pandemiemaßnahmen,
  • Situation im Gesundheitssystem und Chancen auf dessen Anpassung in absehbarer Zukunft,
  • Besorgnis wegen möglicher Abwärtsentwicklung in der Wirtschaft.

Moderation: Dr. Piotr Olszowka


10. Dezember 2021, 18.00 Uhr, Treffen bei ZOOM.     

Dr. Rafał Mostowy


Institution:  Zentrum für Biotechnologie, Jagiellonen Universität Krakau
Dr. habil. Rafał Mostowy widmete sich zunächst dem Studium der theoretischen Physik an der Jagiellonen-Universität Krakau (2002-2005) und der Universität Kopenhagen (2005-2007). Im Jahre 2007 begann er das Doktorandenstudium im Fach Evolutionsbiologie und promovierte zum Thema Evolution der Fortpflanzung. 2012 trat er eine Postdoc-Stelle an der School of Public Health des Imperial College in London an, wo er im Forschungsteam von Prof. Christophe Fraser an der horizontalen Evolution des Gentransfers in den Genen von Bakterien Streptococcus pneumoniae arbeitete. 2018 schloss sich Dr. Mostowy Big Data Institute der Universität Oxford an und Anfang 2019 siedelte er nach Krakau über, um an der Jagiellonen-Universität eine Forschungsgruppe zur Mikroben-Genomik zu gründen. Dr. Mostowy ist ebenfalls Mitbegründer der Stiftung Polonium, die polnische Wissenschaftler von der ganzen Welt verbindet sowie Mitverfasser einer Studie zur polnischen Forscherdiaspora.

Thema: Wie lassen sich Krankheitserreger mit Hilfe der Evolutionsbiologie bekämpfen?
Die Evolutionsbiologie ist ein Wissenschaftszweig zur Beschreibung von Veränderungsprozessen, die Biodiversität beeinflussen. Doch obwohl sie oft mit der Tier- und Pflanzenökologie oder mit Fragen zur Herkunft der Spezies Mensch in Verbindung gebracht wird, findet die Evolutionsbiologie eine recht praktische Anwendung, und zwar indem sie die Dynamik der Infektionskrankheiten verstehen und pathogene Erreger bekämpfen lässt. In meinem Vortrag werde ich versuchen, Ihnen die Schlüsselimplikationen der Evolutionstheorie ins Gedächtnis zu rufen und zu zeigen, wie der Evolutionsgedanke in Verbindung mit der zeitgenössischen Biotechnologie die Virusepidemien und medikamentenresistenten Bakterien bekämpfen lässt.


12. November, !8: Uhr, Humboldt Universität, Unter den Linden 6, 10099 Berlin,
Sala 2091
Prof. UWr Dr. habil. Elżbieta Opiłowska

Prof. UWr Dr. habil. Elżbieta Opiłowska, Soziologin, arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Wrocław, wo sie auch das Zentrum für Regional- und Grenzlandforschung leitet. Zu ihren Forschungsschwer-punkten gehören: Border(lands)studies, Erinnerungskulturen, europäische Integration und deutsch-polnische Beziehungen; Gastprofessur am UniGr-Center for Border Studies an der Universität Luxemburg (2021) und am Institut für Europäische Studien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder (2020/21). Sie erhielt mehrere Stipendien von Deutschem Akademischen Austauschdienst (DAAD), Alfred Toepfer F.V.S.-Stiftung, Robert Bosch Stiftung und Bundesministerium für Bildung und Forschung; Forschungsaufenthalte am Center for Border Region Studies an der University of Southern Denmark, Sønderborg, am Leibniz-Institut für Mittel- und Osteuropäische Geschichte und Kultur (GWZO) an der Universität Leipzig und am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Letztens hat sie veröffentlicht: Poland and Germany in the European Union: The Multi-dimensional Dynamics of Bilateral Relations, Abington: Routledge 2021

Thema: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der deutsch-polnischen Grenze während der Corona-Pandemie
Die Covid-19-Pandemie hat viele negative wirtschaftliche, soziale und politische Folgen für Länder und Gesellschaften auf der ganzen Welt gehabt. Grenzregionen, in denen beiderseits der Grenze seit vielen Jahren das tägliche Leben stattfindet, scheinen von dieser Krise besonders betroffen zu sein. Die vorübergehende Schließung der Grenzen und die damit verbundenen Restriktionen des Grenzregimes verdeutlichten die Schwäche von Grenzregionen, die von staatlichen Akteuren im Entscheidungsprozess ignoriert wurden. Covidfencing, das Aufkommen des Unilateralismus oder die Wiederbelebung eines Nationalstaats sind nur einige der Konzepte, die die Strategie zur Bekämpfung des Virus durch die Schließung nationaler Grenzen beschreiben. Die Idee einer globalen „Welt ohne Grenzen“ und europäischer offener Grenzen wurde in Frage gestellt. Es stellte sich heraus, dass Grenzen für staatliche Akteure immer noch Linien sind, die souveräne Territorien trennen, während für lokale Behörden und Grenzlandgesellschaften Grenzen oft komplexe soziale Prozesse und Brücken sind, die sie mit ihren Nachbarn verbinden. Ziel des Vortrags ist es, die Reaktion der Bewohner der polnisch-deutschen Grenze auf die vorübergehende Schließung der Grenzen aufgrund der Covid-19-Pandemie darzustellen und die (neuen) Strategien institutioneller Akteure zum Umgang mit dieser Situation zu analysieren.
Moderation: Dr. Piotr Olszowka


15. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Thema: Die Welt, die krank wurde. Was wird uns die Pandemie bringen

Prof. Dr. Witold Orlowski

Witold Maciej Orłowski ist ein polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. Er ist Leiter der Business School der Technischen Universität Warschau (Szkoła Biznesu Politechniki Warszawskiej).
Orłowski studierte und promovierte an der Universität Łódź. Bis 1992 war er in Łódź als Assistenzprofessor tätig. Von 1991 bis 1993 war er Berater im Büro für Europäische Integration und von 1993 bis 1997 bei der Weltbank im Fachbereich Makroökonomie. Er ist und war auch für andere Institutionen tätig: so beim NOBE Independent Center for Economic Studies (Mitgründer und Leiter, bei der EBRD, der FAO oder der Europäischen Kommission. Von 2002 bis 2005 war Orłowski Wirtschaftsberater des polnischen Präsidenten Aleksander Kwaśniewski.

Im Jahr 2007 wurde Orłowski zum Professor ernannt. Er ist der Leiter der Business School (MBA) der TU Warschaus. Außerdem fungiert er als Mitglied des Wirtschaftsbeirates (Rada Gospodarcza) des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk.Auch ist Orłowski Chefökonom der polnischen Tochtergesellschaft von PricewaterhouseCoopers.

Orłowskis Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich ökonomischer Transformation und der volkswirtschaftlichen Integration osteuropäischer Staaten in Europa. Er ist Autor mehrerer Bücher und vieler wissenschaftlicher Abhandlungen. Sein Werk „Droga do Europy“ (Der Weg nach Europa) wurde ausgezeichnet.
Orłowski ist Offizier des Ordens Polonia Restituta (2005). Er ist Mitglied der Jury zur Galeria Chwały Polskiej Ekonomii.

Moderation: Dr. Piotr Olszowka


17. September 

Prof. dr hab. Krzysztof Pyrć
Institution: Virologe, Malopolska Zentrum für Biotechnologie, Jagiellonen Universität.

Thema: SARS-CoV-2, das Virus, das unser Leben verändert hat.

HU, Unter der Linden 6,  18:00 Uhr, Hörsaal 3038


 

Prof. Dr. Michał Bilewicz – polnischer Sozialpsychologe, Publizist, Dr. habil. der Sozialwissenschaften, Universitätsprofessor an der Universität Warschau, Leiter des Forschungszentrums gegen Vorurteile an der Universität Warschau (UW) und Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der UW. Stellvertretender Vorsitzender des Psychologischen Komitees der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft der Politischen Psychologie.

Thema des Vortrags: Populismus und Hassrede in Politik und Gesellschaft.
Die Hassrede ist ein ernsthaftes Problem der heutigen Gesellschaft. Sie hängt unmittelbar mit dem Wandel in der Nutzung von Medien zusammen: Mit der Dominanz des Internets als Wissensquelle haben Menschen immer mehr Kontakt mit der dunklen Seite der uneingeschränkten Freiheit der Kommunikation, die das Internet bietet. Im Fokus des Vortrags steht eine Überlegung, ob die Verlegung unseres Lebens ins Internet unbedingt bedeuten muss, dass wir uns der Hassrede aussetzen. Wir werden darüber diskutieren, wie der Hassrede in unserem Umfeld entgegenzuwirken ist. Es bietet sich dabei die Gelegenheit, neue Ergebnisse der deutsch-britisch-polnischen Vergleichsstudien zu diskutieren, welche die Dimensionen der Hassrede in den genannten Ländern vergleichend gegenüberstellen.


 

Piotr Niemczyk. Bürgerrechtler und politischer Gefangener. Von 1990 bis 1993 Direktor des Analyse- und Informationsbüros des Amtes für Nationale Sicherheit. In den Jahren 1993-1994 stellvertretender Vorstandsdirektor des Nachrichtendienstes im Amt für Nationale Sicherheit. 2000-2001 Berater des Ministers für Innere Angelegenheiten und Verwaltung – Organisator des Polnischen Kriminalregisters. Im Jahr 2001 Unterstaatssekretär im Wirtschaftsministerium, zuständig für Telekommunikation. Von 1998 bis 2015 (mit Unterbrechung in den Jahren 2001-2007) war er Experte des Parlamentarischen Ausschusses für Geheimdienstfragen. Derzeit ist er Chefredakteur des Portals Obywatele.news, Herausgeber des Profils „Krótki kurs szpiegowania” („Kurzer Spionagekurs“), Publizist des Portals „Smak książki“ („Der Geschmack des Buches“) und unabhängiger Berater sowie Hochschullehrer im Bereich Techniken und Methoden der Informationsanalyse und -verarbeitung. Autor folgender Bücher: „Szósta rano. Kto puka. Jak ojczyzna Solidarności zmienia się w państwo policyjne” („Sechs Uhr morgens. Wer klopft. Wie sich die Heimat der Solidarität in einen Polizeistaat verwandelt“, 2018), „Krótki kurs szpiegowania” („Kurzer Spionagekurs“, 2019), „Pogarda. Dlaczego w Polsce rośnie liczba przestępstw z nienawiści” („Verachtung. Warum Hassverbrechen in Polen auf dem Vormarsch sind“ 2019), Co-Autor/Dokumentarist des Buches von Vincent V. Seversky „Christine. Powieść o Krystynie Skarbek” („Christine. Ein Roman über Christine Skarbek“, 2019).

Thema: Verachtung. Warum steigt die Zahl der Hassverbrechen in Polen?

Beschreibung des Vortrags: Hassreden, diskriminierende und fremdenfeindliche Begriffe, die in den öffentlichen Medien verwendet sowie von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens geäußert werden, haben einen sehr deutlichen Anstieg der Kriminalität zur Folge. Nicht nur der Hassverbrechen. Auch der allgemeinen Gewaltdelikte, der häuslichen Gewalt und der Gewalt gegen Tiere. Eine indirekte Auswirkung von Hassreden und diskriminierenden Einstellungen ist auch der Terrorismus. Hassreden sind in sozialen Medien besonders ausgeprägt und zugleich schädigend. Mittlerweile sind koordinierte Aktionen von sogenannten Internet-Trollen zu beobachten, deren Ziel darin besteht, ein bestimmtes politisches Ergebnis zu erzielen. Meistens stehen diese Aktionen im Zusammenhang mit Wahlkämpfen oder anderen politischen Kampagnen. Besonders deutlich konnte man die Auswirkungen verantwortungsloser Aussagen und Kommentare 2015-2016 in Großbritannien, den USA, Ungarn und Polen beobachten. Zu jener Zeit fanden in den drei Ländern Wahlkämpfe statt, und in Großbritannien gab es die „Brexit“-Kampagne vor dem Referendum. In all diesen Kampagnen wurden fremdenfeindliche und diskriminierende Begriffe verwendet. Gleichzeitig konnten wir eine Zunahme von Hassverbrechen und als Folge davon eine Zunahme von Gewaltverbrechen im Allgemeinen beobachten.

Moderation: Dr. Piotr Olszówka


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Die Beautragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)