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16.01.2026, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Michał Rusinek

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Michał Rusinek – geboren 1972 in Krakau, wo er bis heute lebt. Er ist Professor am Lehrstuhl für Kommunikationstheorie an der Fakultät für Polonistik der Jagiellonen-Universität, wo er Kurse in Rhetorik, Schreibtheorie, Übersetzungstheorie und Creative Writing hält. Er ist gelegentlich als Übersetzer aus dem Englischen tätig, schreibt bisweilen Bücher für Kinder und Erwachsene und verfasst Reime oder Liedtexte. Er schreibt Kolumnen über Bücher und Sprache. Er ist Mitglied der Polnischen Akademie der Gelehrsamkeit, des Rates für die Polnische Sprache der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie des Polnischen PEN-Clubs.

Thema: „Über Fehler, Unglücksfälle, zufällige Assoziationen und die Gefahren der Metaphorik”
Die Sprache, derer wir uns bedienen, hat eine paradoxe Natur: Je korrekter sie ist, desto unauffälliger wird sie, sie entzieht sich unserem Blick. Sie gleicht einer Fensterscheibe, durch die wir die Welt betrachten – so sauber, dass es keinen Punkt gibt, an dem der Blick haften bleiben könnte. Damit wir uns der Existenz der Sprache wieder bewusst werden, muss auf ihrer Oberfläche ein Kratzer erscheinen, ein Fehler, eine Abweichung von der Regel. Erst dann wird uns klar, dass die Erzählung von der Welt aus Wörtern gemacht ist, die ebenfalls ihr Gewicht, ihr Maß und sogar ihre Geschichte haben. Man kann auch eine körperlichere Metapher verwenden. Mit der Zunge – sowohl der anatomischen als auch derjenigen, die der Kommunikation dient – ist es ähnlich: Wir erinnern uns an ihre Existenz erst dann, wenn wir auf ihrer Oberfläche irgendeinen Pickel spüren, etwas, das drückt, schmerzt, reizt, stört oder uns einfach zum Lachen bringt. Diese Gefühle, wie man sieht recht gemischte, haben einen gemeinsamen Nenner: das Bewusstsein für Sprache. Eben diesem Bewusstsein wird mein Vortrag gewidmet sein.

Moderation: Dr. Piotr Olszówka


12. Dezember 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. ANDRZEJ TOBIS

 

 

 

 

Gefördert durch:

 


 

14. November 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Dr. Dorota Piontek
Moderation: Dr. Piotr Olszówka

 
Im Anschluss an den Vortrag findet eine Vernissage statt. Mila Belino ist Künstlerin und Architektin und arbeitet derzeit vorwiegend mit Skulptur und Fotografie.
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Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer
 

 

17. Oktober 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Gefördert durch:

Vernissage von Anita Grobelak „Z tamtej strony…”   Anita Grobelak

Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer


19. September 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Dr. habil. Waldemar Czachur ist Germanist und mit der Universität Warschau verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Diskursanalyse, dem kollektiven Gedächtnis und der interkulturellen Kommunikation, mit besonderem Fokus auf den deutsch-polnischen Beziehungen. Er ist unter anderem Mitautor der Publikation Wie mit den Deutschen reden? Über Schwierigkeiten im deutsch-polnischen Dialog und seine europäische Herausforderung (mit Kazimierz Wóycicki, 2009) sowie Kreisau | Krzyżowa. 1945 – 1989 – 2019 (mit Gregor Feindt, 2019) und „Nie wieder Krieg“. Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands 1945–1989 (mit Peter Oliver Loew, 2022). Seit vielen Jahren ist er der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung verbunden, wo er unter anderem von 2017 bis 2024 Vorsitzender des Stiftungsrats war. Er ist Kurator der Ausstellung Mut und Versöhnung in Krzyżowa, die die schwierige Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen sowie den Weg zur Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.


Thema: Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands
Der 1. September 1939 – der Beginn des Zweiten Weltkriegs – ist ein zentrales Bezugsmoment in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands. Obwohl die Kriegserfahrungen ähnliche Formen des Gedenkens nahelegen könnten, zeigte die Praxis deutliche Unterschiede. In Polen symbolisiert der 1. September vor allem das Leid der Opfer und den Heroismus der Nation – die Erinnerung erfüllt hier eine identitätsstiftende und integrierende Funktion. In der DDR wurde dieses Datum in die Erzählung vom „antifaschistischen Friedensstaat“ eingebettet, während es in der Bundesrepublik – nach einer anfänglichen Phase des Schweigens – zu einem Anlass kritischer Reflexion über Schuld und Verantwortung wurde, verbunden mit der Friedensbewegung und dem „Antikriegstag“.

Diese Unterschiede resultierten aus verschiedenen politischen Kontexten, propagandistischen Funktionen und Erinnerungskulturen, was über Jahrzehnte hinweg zu einem besonderen „dreifachen Monolog“ der Erinnerung auf beiden Seiten der Oder führte. Erst nach 1989, mit dem politischen Umbruch und den europäischen Integrationsprozessen, begann sich eine dialogische Erinnerung im Sinne von Aleida Assmann zu entwickeln – basierend auf gegenseitiger Anerkennung von Leid und gemeinsamer Verantwortung. Gemeinsame Gedenkfeiern, Versöhnungsgesten (wie der Besuch von Bundeskanzler Schröder in Danzig 1999 oder die Anwesenheit von Bundeskanzlerin Merkel auf der Westerplatte 2009) sowie die Zusammenarbeit von Erinnerungsinstitutionen zeigen, dass sich der 1. September von einem trennenden Datum zu einem möglichen Fundament einer gemeinsamen deutsch-polnischen Erinnerungskultur in Europa gewandelt hat.

Der Vortrag reflektiert die Ursprünge der unterschiedlichen Erinnerungstraditionen zum
1. September in Polen und Deutschland, beleuchtet deren politische und gesellschaftliche Funktionen und zeigt auf, wie dieses Datum nach 1989 zu einem Raum für Dialog und Versöhnung geworden ist.

Moderation: Urszula Ptak

Nach dem Eröffnungsvortrag laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Imbiss ein.

Gefördert durch:

 

Nach dem Vortrag laden wir Sie herzlich zur Ausstellung Wirkungen ein.
In der Ausstellung Wechselwirkungen von Katarzyna Leszczyńska-Kaszuba werden Fotografien aus den Serien Destrukty und Biofilia präsentiert. Die Künstlerin thematisiert darin den Einfluss verschiedener Phänomene und Erscheinungen, ohne deren Ursprung oder Bewertung – ob positiv oder negativ – eindeutig zu definieren.

Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer



13.06.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094

Dr. habil. Dominik Bartmański

 

 

 

 

Gefördert durch:


16.05.2025 r.
Prof. Jędrzej Morawiecki

 

Gefördert durch:
 


                

Gefördert durch:
 

Nach dem Vortrag laden wir herzlich zur Vernissage der Arbeiten von Jakub Balicki ein.
Plakat 2022–2024. Jakub Balicki
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer

In der UTP-Galerie an der Humboldt-Universität zu Berlin wird eine Plakatausstellung von Jakub Balicki präsentiert, die Werke aus den Jahren 2022–2024 umfasst – einer Zeit, die durch die COVID-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine geprägt ist. Der Künstler, der dem Plakatumfeld in Łódź verbunden ist, schafft typogeometrische Kompositionen und bedient sich einer subtilen visuellen Sprache, die zur Reflexion und Interpretation anregt. Seine Plakate sind kein direkter Kommentar zu Ereignissen, sondern vielmehr ein Versuch, Emotionen und Stimmungen der Zeit einzufangen. Balicki lädt die Betrachtenden ein, innezuhalten und die Realität aus einer anderen – kritischen, poetischen, persönlichen – Perspektive zu betrachten.


11.04.2025
Dr. habil. Marcin Kościelniak

    


Prof. dr hab. Bogusław Leszek Bakuła,

   

 

Gefördert durch:
 


Prof. Jacek Czaputowicz

Gefördert durch:
 

 


14.02.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094, 

Nach dem Vortrag laden wir zu einem Treffen mit Aleksandra Maria Chrapowicka und ihrem Schaffen „Porträts von Märchenhelden“ ein.
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer.


Dr. Jaroslaw Kuisz

               
      

15.11.2024,

Dr. Andrzej Kozłowski

   


Am 11.10.2024 um 19.00 Uhr in Raum 2094.
Mit Simultanübersetzung ins Deutsche. Im Anschluss an den Vortrag findet traditionell ein informelles Gespräch mit dem Publikum statt.
Unsere Gastredner wird Dr. Marek Herbik sein.
 

Gefördert durch:
  

13.09.2024 um18.00 Uhr in Raum 2094, Humboldt Universität zu Berlin
Sławomir Sierakowski
Thema: „Politischer Realismus oder Gesellschaft der Populisten
Moderation: Dr. habil. Brygitta Helbig-Mischewski 

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Die Beautragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)