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15. Oktober 2021, 18:00 Uhr
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Thema: Die Welt, die krank wurde. Was wird uns die Pandemie bringen

Prof. Dr. Witold Orlowski

Witold Maciej Orłowski ist ein polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. Er ist Leiter der Business School der Technischen Universität Warschau (Szkoła Biznesu Politechniki Warszawskiej).
Orłowski studierte und promovierte an der Universität Łódź. Bis 1992 war er in Łódź als Assistenzprofessor tätig. Von 1991 bis 1993 war er Berater im Büro für Europäische Integration und von 1993 bis 1997 bei der Weltbank im Fachbereich Makroökonomie. Er ist und war auch für andere Institutionen tätig: so beim NOBE Independent Center for Economic Studies (Mitgründer und Leiter, bei der EBRD, der FAO oder der Europäischen Kommission. Von 2002 bis 2005 war Orłowski Wirtschaftsberater des polnischen Präsidenten Aleksander Kwaśniewski.

Im Jahr 2007 wurde Orłowski zum Professor ernannt. Er ist der Leiter der Business School (MBA) der TU Warschaus. Außerdem fungiert er als Mitglied des Wirtschaftsbeirates (Rada Gospodarcza) des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk.Auch ist Orłowski Chefökonom der polnischen Tochtergesellschaft von PricewaterhouseCoopers.

Orłowskis Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich ökonomischer Transformation und der volkswirtschaftlichen Integration osteuropäischer Staaten in Europa. Er ist Autor mehrerer Bücher und vieler wissenschaftlicher Abhandlungen. Sein Werk „Droga do Europy“ (Der Weg nach Europa) wurde ausgezeichnet.
Orłowski ist Offizier des Ordens Polonia Restituta (2005). Er ist Mitglied der Jury zur Galeria Chwały Polskiej Ekonomii.

Moderation: Dr. Piotr Olszowka


17. September 

Prof. dr hab. Krzysztof Pyrć
Institution: Virologe, Malopolska Zentrum für Biotechnologie, Jagiellonen Universität.

Thema: SARS-CoV-2, das Virus, das unser Leben verändert hat.

HU, Unter der Linden 6,  18:00 Uhr, Hörsaal 3038


 

Prof. Dr. Michał Bilewicz – polnischer Sozialpsychologe, Publizist, Dr. habil. der Sozialwissenschaften, Universitätsprofessor an der Universität Warschau, Leiter des Forschungszentrums gegen Vorurteile an der Universität Warschau (UW) und Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der UW. Stellvertretender Vorsitzender des Psychologischen Komitees der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft der Politischen Psychologie.

Thema des Vortrags: Populismus und Hassrede in Politik und Gesellschaft.
Die Hassrede ist ein ernsthaftes Problem der heutigen Gesellschaft. Sie hängt unmittelbar mit dem Wandel in der Nutzung von Medien zusammen: Mit der Dominanz des Internets als Wissensquelle haben Menschen immer mehr Kontakt mit der dunklen Seite der uneingeschränkten Freiheit der Kommunikation, die das Internet bietet. Im Fokus des Vortrags steht eine Überlegung, ob die Verlegung unseres Lebens ins Internet unbedingt bedeuten muss, dass wir uns der Hassrede aussetzen. Wir werden darüber diskutieren, wie der Hassrede in unserem Umfeld entgegenzuwirken ist. Es bietet sich dabei die Gelegenheit, neue Ergebnisse der deutsch-britisch-polnischen Vergleichsstudien zu diskutieren, welche die Dimensionen der Hassrede in den genannten Ländern vergleichend gegenüberstellen.


 

Piotr Niemczyk. Bürgerrechtler und politischer Gefangener. Von 1990 bis 1993 Direktor des Analyse- und Informationsbüros des Amtes für Nationale Sicherheit. In den Jahren 1993-1994 stellvertretender Vorstandsdirektor des Nachrichtendienstes im Amt für Nationale Sicherheit. 2000-2001 Berater des Ministers für Innere Angelegenheiten und Verwaltung – Organisator des Polnischen Kriminalregisters. Im Jahr 2001 Unterstaatssekretär im Wirtschaftsministerium, zuständig für Telekommunikation. Von 1998 bis 2015 (mit Unterbrechung in den Jahren 2001-2007) war er Experte des Parlamentarischen Ausschusses für Geheimdienstfragen. Derzeit ist er Chefredakteur des Portals Obywatele.news, Herausgeber des Profils „Krótki kurs szpiegowania” („Kurzer Spionagekurs“), Publizist des Portals „Smak książki“ („Der Geschmack des Buches“) und unabhängiger Berater sowie Hochschullehrer im Bereich Techniken und Methoden der Informationsanalyse und -verarbeitung. Autor folgender Bücher: „Szósta rano. Kto puka. Jak ojczyzna Solidarności zmienia się w państwo policyjne” („Sechs Uhr morgens. Wer klopft. Wie sich die Heimat der Solidarität in einen Polizeistaat verwandelt“, 2018), „Krótki kurs szpiegowania” („Kurzer Spionagekurs“, 2019), „Pogarda. Dlaczego w Polsce rośnie liczba przestępstw z nienawiści” („Verachtung. Warum Hassverbrechen in Polen auf dem Vormarsch sind“ 2019), Co-Autor/Dokumentarist des Buches von Vincent V. Seversky „Christine. Powieść o Krystynie Skarbek” („Christine. Ein Roman über Christine Skarbek“, 2019).

Thema: Verachtung. Warum steigt die Zahl der Hassverbrechen in Polen?

Beschreibung des Vortrags: Hassreden, diskriminierende und fremdenfeindliche Begriffe, die in den öffentlichen Medien verwendet sowie von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens geäußert werden, haben einen sehr deutlichen Anstieg der Kriminalität zur Folge. Nicht nur der Hassverbrechen. Auch der allgemeinen Gewaltdelikte, der häuslichen Gewalt und der Gewalt gegen Tiere. Eine indirekte Auswirkung von Hassreden und diskriminierenden Einstellungen ist auch der Terrorismus. Hassreden sind in sozialen Medien besonders ausgeprägt und zugleich schädigend. Mittlerweile sind koordinierte Aktionen von sogenannten Internet-Trollen zu beobachten, deren Ziel darin besteht, ein bestimmtes politisches Ergebnis zu erzielen. Meistens stehen diese Aktionen im Zusammenhang mit Wahlkämpfen oder anderen politischen Kampagnen. Besonders deutlich konnte man die Auswirkungen verantwortungsloser Aussagen und Kommentare 2015-2016 in Großbritannien, den USA, Ungarn und Polen beobachten. Zu jener Zeit fanden in den drei Ländern Wahlkämpfe statt, und in Großbritannien gab es die „Brexit“-Kampagne vor dem Referendum. In all diesen Kampagnen wurden fremdenfeindliche und diskriminierende Begriffe verwendet. Gleichzeitig konnten wir eine Zunahme von Hassverbrechen und als Folge davon eine Zunahme von Gewaltverbrechen im Allgemeinen beobachten.

Moderation: Dr. Piotr Olszówka


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Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)