Aktuell

13.03.2026, 18.00 Uhr in Raum 2094 ein. Mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Unsere Gastredner:

Dr. habil. Mateusz Wyżga

Mateusz Wyżga (geb. 1981), Historiker, habilitierter Doktor, Professor an der Uniwersytet Komisji Edukacji Narodowej w Krakowie. Er beschäftigt sich vor allem mit der altpolnischen Epoche. Seine Forschungs-schwerpunkte sind historische Demografie, Mikrogeschichte, Genealogie, Migrationsgeschichte und Regionalismus. Er ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Arbeiten sowie Popularisator der Geschichte. Mehrfach nominiert wurde er für das populärwissenschaftliche Buch Chłopstwo. Historia bez krawata (u. a. für den Wettbewerb Mądra Książka Roku, den Nagroda im. Profesora Tadeusza Kotarbińskiego sowie den Nagroda im. Jerzego Giedroycia).
Er betreibt Langstreckenlauf und spielt Gitarre, Saxophon und Akkordeon. Als Kommunalpolitiker war er außerdem acht Jahre lang Dorfschulze in seinem Heimatdorf Dziekanowice, Gemeinde Zielonki (2003–2011).

Autor des beigefügten Porträtfotos: Dr. Bartosz Kałużny, Uniwersytet Łódzki

Thema: Das sarmatische Polen – wer wir sind und wie wir über uns sprechen

In den polnischen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in der Kultur hält sich seit einigen Jahren die sogenannte „Volkswende“ (zwrot ludowy). Dieser Trend, der teilweise aus den Umbrüchen der polnischen Gesellschaft sowie aus der Suche nach Identität und Wurzeln resultiert, ist auch in der Genealogie deutlich sichtbar. Immer häufiger und mutiger wird nach der plebejischen Vergangenheit gefragt.

Als Antwort auf das Bedürfnis, die Geschichte gewöhnlicher Menschen – der Bauern und Bürger –, die Alltagsgeschichte und die Mikrogeschichte näherzubringen, entstand eine interdisziplinäre Strömung, die als Volksgeschichte Polens (historia ludowa Polski) bezeichnet wird und auch von ähnlichen internationalen wissenschaftlichen Trends inspiriert ist.

Im Falle Polens entwickelte sich daraus ein originelles Phänomen, da die heutige Gesellschaft Erbin sowohl der plebejischen Kultur (bäuerlich und bürgerlich) als auch der adligen Kultur (der sogenannten sarmatischen Kultur) ist, die miteinander verschmolzen sind.

Im Vortrag werden die Genese der Volkswende und der sarmatischen Wende in der polnischen Kultur und Wissenschaft, ihr Forschungspotenzial sowie Erfahrungen mit der Präsenz eines professionellen Historikers im lebhaften medialen, publizistischen und gesellschaftlichen Diskurs vorgestellt. Diese Erfahrungen zeigen, dass die Sozialgeschichte an der Weichsel den Charakter einer angewandten Geschichte besitzt, die viele Phänomene im Zusammenhang mit der polnischen Identität und ihren Quellen erklären kann.

Modartion: Urszula Ptak

Gefördet durch:

 


13.02.2026, 18.00 Uhr in Raum 2094 ein. Mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Unsere Gastrednerin: Dr. phil. Magdalena Telus.

Gefördet durch:

 

 


16.01.2026, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Michał Rusinek


12. Dezember 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. ANDRZEJ TOBIS

 

 

 

 

Gefördert durch:

 


 

14. November 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Dr. Dorota Piontek
Moderation: Dr. Piotr Olszówka

 
Im Anschluss an den Vortrag findet eine Vernissage statt. Mila Belino ist Künstlerin und Architektin und arbeitet derzeit vorwiegend mit Skulptur und Fotografie.
https://utp.berlin/mila-belino-2
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer
 

 

17. Oktober 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Gefördert durch:

Vernissage von Anita Grobelak „Z tamtej strony…”   Anita Grobelak

Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer


19. September 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094

Prof. Dr. habil. Waldemar Czachur ist Germanist und mit der Universität Warschau verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Diskursanalyse, dem kollektiven Gedächtnis und der interkulturellen Kommunikation, mit besonderem Fokus auf den deutsch-polnischen Beziehungen. Er ist unter anderem Mitautor der Publikation Wie mit den Deutschen reden? Über Schwierigkeiten im deutsch-polnischen Dialog und seine europäische Herausforderung (mit Kazimierz Wóycicki, 2009) sowie Kreisau | Krzyżowa. 1945 – 1989 – 2019 (mit Gregor Feindt, 2019) und „Nie wieder Krieg“. Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands 1945–1989 (mit Peter Oliver Loew, 2022). Seit vielen Jahren ist er der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung verbunden, wo er unter anderem von 2017 bis 2024 Vorsitzender des Stiftungsrats war. Er ist Kurator der Ausstellung Mut und Versöhnung in Krzyżowa, die die schwierige Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen sowie den Weg zur Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.


Thema: Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands
Der 1. September 1939 – der Beginn des Zweiten Weltkriegs – ist ein zentrales Bezugsmoment in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands. Obwohl die Kriegserfahrungen ähnliche Formen des Gedenkens nahelegen könnten, zeigte die Praxis deutliche Unterschiede. In Polen symbolisiert der 1. September vor allem das Leid der Opfer und den Heroismus der Nation – die Erinnerung erfüllt hier eine identitätsstiftende und integrierende Funktion. In der DDR wurde dieses Datum in die Erzählung vom „antifaschistischen Friedensstaat“ eingebettet, während es in der Bundesrepublik – nach einer anfänglichen Phase des Schweigens – zu einem Anlass kritischer Reflexion über Schuld und Verantwortung wurde, verbunden mit der Friedensbewegung und dem „Antikriegstag“.

Diese Unterschiede resultierten aus verschiedenen politischen Kontexten, propagandistischen Funktionen und Erinnerungskulturen, was über Jahrzehnte hinweg zu einem besonderen „dreifachen Monolog“ der Erinnerung auf beiden Seiten der Oder führte. Erst nach 1989, mit dem politischen Umbruch und den europäischen Integrationsprozessen, begann sich eine dialogische Erinnerung im Sinne von Aleida Assmann zu entwickeln – basierend auf gegenseitiger Anerkennung von Leid und gemeinsamer Verantwortung. Gemeinsame Gedenkfeiern, Versöhnungsgesten (wie der Besuch von Bundeskanzler Schröder in Danzig 1999 oder die Anwesenheit von Bundeskanzlerin Merkel auf der Westerplatte 2009) sowie die Zusammenarbeit von Erinnerungsinstitutionen zeigen, dass sich der 1. September von einem trennenden Datum zu einem möglichen Fundament einer gemeinsamen deutsch-polnischen Erinnerungskultur in Europa gewandelt hat.

Der Vortrag reflektiert die Ursprünge der unterschiedlichen Erinnerungstraditionen zum
1. September in Polen und Deutschland, beleuchtet deren politische und gesellschaftliche Funktionen und zeigt auf, wie dieses Datum nach 1989 zu einem Raum für Dialog und Versöhnung geworden ist.

Moderation: Urszula Ptak

Nach dem Eröffnungsvortrag laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Imbiss ein.

Gefördert durch:

 

Nach dem Vortrag laden wir Sie herzlich zur Ausstellung Wirkungen ein.
In der Ausstellung Wechselwirkungen von Katarzyna Leszczyńska-Kaszuba werden Fotografien aus den Serien Destrukty und Biofilia präsentiert. Die Künstlerin thematisiert darin den Einfluss verschiedener Phänomene und Erscheinungen, ohne deren Ursprung oder Bewertung – ob positiv oder negativ – eindeutig zu definieren.

Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer



13.06.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094

Dr. habil. Dominik Bartmański

 

 

 

 

Gefördert durch:


16.05.2025 r.
Prof. Jędrzej Morawiecki

 

Gefördert durch:
 


                

Gefördert durch:
 

Nach dem Vortrag laden wir herzlich zur Vernissage der Arbeiten von Jakub Balicki ein.
Plakat 2022–2024. Jakub Balicki
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer

In der UTP-Galerie an der Humboldt-Universität zu Berlin wird eine Plakatausstellung von Jakub Balicki präsentiert, die Werke aus den Jahren 2022–2024 umfasst – einer Zeit, die durch die COVID-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine geprägt ist. Der Künstler, der dem Plakatumfeld in Łódź verbunden ist, schafft typogeometrische Kompositionen und bedient sich einer subtilen visuellen Sprache, die zur Reflexion und Interpretation anregt. Seine Plakate sind kein direkter Kommentar zu Ereignissen, sondern vielmehr ein Versuch, Emotionen und Stimmungen der Zeit einzufangen. Balicki lädt die Betrachtenden ein, innezuhalten und die Realität aus einer anderen – kritischen, poetischen, persönlichen – Perspektive zu betrachten.


11.04.2025
Dr. habil. Marcin Kościelniak

    


Prof. dr hab. Bogusław Leszek Bakuła,

   

 

Gefördert durch:
 


Prof. Jacek Czaputowicz

Gefördert durch:
 

 


14.02.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094, 

Nach dem Vortrag laden wir zu einem Treffen mit Aleksandra Maria Chrapowicka und ihrem Schaffen „Porträts von Märchenhelden“ ein.
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer.


Dr. Jaroslaw Kuisz

               
      

15.11.2024,

Dr. Andrzej Kozłowski

   


Am 11.10.2024 um 19.00 Uhr in Raum 2094.
Mit Simultanübersetzung ins Deutsche. Im Anschluss an den Vortrag findet traditionell ein informelles Gespräch mit dem Publikum statt.
Unsere Gastredner wird Dr. Marek Herbik sein.
 

Gefördert durch:
  

13.09.2024 um18.00 Uhr in Raum 2094, Humboldt Universität zu Berlin
Sławomir Sierakowski
Thema: „Politischer Realismus oder Gesellschaft der Populisten
Moderation: Dr. habil. Brygitta Helbig-Mischewski 

Gefördert durch:
 


Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich für unserer Projekt interessieren           
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Policultura e.V.
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Gefördert durch:
PNFN

Die Beautragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)