Unser Gastredner wird Dr. Przemyslaw Sadura sein.
Thema: Populismus, Polarisierung, Polexit. Gefährdet die extreme Rechte in Europa die Demokratie?
In den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts hat sich die Gesamtzahl der Stimmen für populistische Parteien allein in Europa nahezu verdoppelt und erreichte 22 %. Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der führenden Weltmacht sowie die Entscheidung der Briten für den Brexit waren so überraschend, dass der Eindruck entstand, der Populismus breite sich weltweit aus. Vor diesem Hintergrund erschienen Viktor Orbán oder Jarosław Kaczyński kaum als Ausnahmeerscheinungen.
Tatsächlich regieren Populisten im Osten der Europäischen Union in den meisten Ländern oder sind an den Regierungen beteiligt. Im Westen hingegen stehen sie – mit Ausnahme Italiens – in keinem Land an der Spitze der Regierung und werden nur selten Koalitionspartner, wie dies zeitweise in Österreich oder der Schweiz der Fall war.
Zwischen 2000 und 2020 verdreifachte sich in Europa die Unterstützung für als rechts eingestufte populistische Parteien auf 16 %. Verantwortlich dafür sind vor allem die neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, darunter Ungarn und Polen, in denen solche politischen Kräfte an die Macht gelangten. In Polen wurden die Populisten 2023 abgewählt, in Ungarn gelang dies vor wenigen Wochen. Hat dies die gesellschaftliche Polarisierung abgeschwächt und uns dem Ende des populistischen Zeitalters nähergebracht? Hat sich damit die Gefahr einer Regierung der extremen Rechten und eines Polexits verringert?
Diesen und weiteren Fragen werde ich nachgehen, indem ich die Ergebnisse soziologischer Studien analysiere, die vor allem vom Institut für Politische Kritik (Instytut Krytyki Politycznej) in den Jahren 2019–2025 durchgeführt wurden. Zugleich werde ich die strukturellen Bedingungen beleuchten, die die Anfälligkeit der polnischen Gesellschaft für populistische Strömungen begünstigen.
Moderation: Urszula Ptak
Gefördet durch:
Im Anschluss an den Vortrag laden wir herzlich zur Vernissage der Werke von Gosia Hejnat ein.
15.05.2026,
Dr Gabriela Dudek-Waligóra
13.02.2026, 18.00 Uhr in Raum 2094 ein. Mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Unsere Gastrednerin: Dr. phil. Magdalena Telus.
16.01.2026, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094
Prof. Michał Rusinek
12. Dezember 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094
Gefördert durch:
14. November 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094
Prof. Dr. Dorota Piontek
Moderation: Dr. Piotr Olszówka
https://utp.berlin/mila-belino-2
17. Oktober 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094
Gefördert durch:
Vernissage von Anita Grobelak „Z tamtej strony…” Anita Grobelak
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer
19. September 2025, HU, Unter den Linden 6, 18:00 Uhr, Saal 2094
Prof. Dr. habil. Waldemar Czachur ist Germanist und mit der Universität Warschau verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Diskursanalyse, dem kollektiven Gedächtnis und der interkulturellen Kommunikation, mit besonderem Fokus auf den deutsch-polnischen Beziehungen. Er ist unter anderem Mitautor der Publikation Wie mit den Deutschen reden? Über Schwierigkeiten im deutsch-polnischen Dialog und seine europäische Herausforderung (mit Kazimierz Wóycicki, 2009) sowie Kreisau | Krzyżowa. 1945 – 1989 – 2019 (mit Gregor Feindt, 2019) und „Nie wieder Krieg“. Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands 1945–1989 (mit Peter Oliver Loew, 2022). Seit vielen Jahren ist er der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung verbunden, wo er unter anderem von 2017 bis 2024 Vorsitzender des Stiftungsrats war. Er ist Kurator der Ausstellung Mut und Versöhnung in Krzyżowa, die die schwierige Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen sowie den Weg zur Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.
Thema: Der 1. September in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands
Der 1. September 1939 – der Beginn des Zweiten Weltkriegs – ist ein zentrales Bezugsmoment in der Erinnerungskultur Polens und Deutschlands. Obwohl die Kriegserfahrungen ähnliche Formen des Gedenkens nahelegen könnten, zeigte die Praxis deutliche Unterschiede. In Polen symbolisiert der 1. September vor allem das Leid der Opfer und den Heroismus der Nation – die Erinnerung erfüllt hier eine identitätsstiftende und integrierende Funktion. In der DDR wurde dieses Datum in die Erzählung vom „antifaschistischen Friedensstaat“ eingebettet, während es in der Bundesrepublik – nach einer anfänglichen Phase des Schweigens – zu einem Anlass kritischer Reflexion über Schuld und Verantwortung wurde, verbunden mit der Friedensbewegung und dem „Antikriegstag“.
Diese Unterschiede resultierten aus verschiedenen politischen Kontexten, propagandistischen Funktionen und Erinnerungskulturen, was über Jahrzehnte hinweg zu einem besonderen „dreifachen Monolog“ der Erinnerung auf beiden Seiten der Oder führte. Erst nach 1989, mit dem politischen Umbruch und den europäischen Integrationsprozessen, begann sich eine dialogische Erinnerung im Sinne von Aleida Assmann zu entwickeln – basierend auf gegenseitiger Anerkennung von Leid und gemeinsamer Verantwortung. Gemeinsame Gedenkfeiern, Versöhnungsgesten (wie der Besuch von Bundeskanzler Schröder in Danzig 1999 oder die Anwesenheit von Bundeskanzlerin Merkel auf der Westerplatte 2009) sowie die Zusammenarbeit von Erinnerungsinstitutionen zeigen, dass sich der 1. September von einem trennenden Datum zu einem möglichen Fundament einer gemeinsamen deutsch-polnischen Erinnerungskultur in Europa gewandelt hat.
Der Vortrag reflektiert die Ursprünge der unterschiedlichen Erinnerungstraditionen zum
1. September in Polen und Deutschland, beleuchtet deren politische und gesellschaftliche Funktionen und zeigt auf, wie dieses Datum nach 1989 zu einem Raum für Dialog und Versöhnung geworden ist.
Moderation: Urszula Ptak
Nach dem Eröffnungsvortrag laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Imbiss ein.
Gefördert durch:
Nach dem Vortrag laden wir Sie herzlich zur Ausstellung Wirkungen ein.
In der Ausstellung Wechselwirkungen von Katarzyna Leszczyńska-Kaszuba werden Fotografien aus den Serien Destrukty und Biofilia präsentiert. Die Künstlerin thematisiert darin den Einfluss verschiedener Phänomene und Erscheinungen, ohne deren Ursprung oder Bewertung – ob positiv oder negativ – eindeutig zu definieren.
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer
13.06.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094
Gefördert durch:
16.05.2025 r.
Nach dem Vortrag laden wir herzlich zur Vernissage der Arbeiten von Jakub Balicki ein.
Plakat 2022–2024. Jakub Balicki
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz alias Bernard Mailer
In der UTP-Galerie an der Humboldt-Universität zu Berlin wird eine Plakatausstellung von Jakub Balicki präsentiert, die Werke aus den Jahren 2022–2024 umfasst – einer Zeit, die durch die COVID-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine geprägt ist. Der Künstler, der dem Plakatumfeld in Łódź verbunden ist, schafft typogeometrische Kompositionen und bedient sich einer subtilen visuellen Sprache, die zur Reflexion und Interpretation anregt. Seine Plakate sind kein direkter Kommentar zu Ereignissen, sondern vielmehr ein Versuch, Emotionen und Stimmungen der Zeit einzufangen. Balicki lädt die Betrachtenden ein, innezuhalten und die Realität aus einer anderen – kritischen, poetischen, persönlichen – Perspektive zu betrachten.
11.04.2025
Dr. habil. Marcin Kościelniak
Prof. dr hab. Bogusław Leszek Bakuła,
14.02.2025, Humboldtuniversität, Unter den Linden 6, 18:00, Saal 2094,
Nach dem Vortrag laden wir zu einem Treffen mit Aleksandra Maria Chrapowicka und ihrem Schaffen „Porträts von Märchenhelden“ ein.
Kurator: Krzysztof Mazankiewicz vel Bernard Mailer.
Dr. Jaroslaw Kuisz


Gefördert durch:
13.09.2024 um18.00 Uhr in Raum 2094, Humboldt Universität zu Berlin
Sławomir Sierakowski
Thema: „Politischer Realismus oder Gesellschaft der Populisten
Moderation: Dr. habil. Brygitta Helbig-Mischewski
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich für unserer Projekt interessieren
und bereit sind uns finanziell zu unterstützen.
Spenden können Sie auf das folgende Konto überweisen:
Policultura e.V.
Commerzbank
IBAN: DE67 1004 0000 0350 0881 00

Die Beautragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Univ.-Prof. Dr. habil. Brigitta Helbig- Mischewski (Adam Mickiewicz Universität Poznań)




























































































































































































