„Die polnische Sprache ist mein Universum, Sprache ist für mich ein körperliches Erlebnis.“
Dorota Masłowska, geboren 1983, Schriftstellerin und Autorin des viel beachteten Romans „Wojna polsko-ruska pod flagą biało-czerwoną“ („Schneeweiß und Russenrot“), für den sie den Paszport-Polityki-Preis erhielt, sowie des mit dem Nike-Literaturpreis ausgezeichneten Romans „Paw królowej“ („Die Reiherkönigin“). Sie ist Autorin der weltweit aufgeführten Theaterstücke „Dwoje biednych Rumunów mówiących po polsku“ („Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen“) und „Między nami dobrze jest“ („Wir kommen gut klar mit uns“). 2018 veröffentlichte sie den Roman „Inni ludzie“ („Andere Leute“). Im März 2021 kam die gleichnamige Verfilmung unter der Regie von Aleksandra Terpińska in die Kinos. Sie ist Preisträgerin des Samuel-Bogumił-Linde-Preises 2020. 2024 erschien ihr Roman „Magiczna rana“ („Im Paradies“), der derzeit auf den Bühnen des Teatr Słowackiego und der AST in Krakau sowie des Teatr Studio in Warschau aufgeführt wird.
Masłowska schreibt Kolumnen für Dwutygodnik und Tygodnik Powszechny. Sie arbeitet außerdem als Drehbuchautorin und Liedtexterin.
Sie veröffentlichte zwei Alben: „Społeczeństwo jest niemiłe“ („Die Gesellschaft ist unangenehm“) als Mister D und „Wolne“ („Frei“) als Dorota. In diesem Jahr erscheint ein weiteres Album.
2026 ist sie mit dem Poznańer Literaturpreis, dem Adam-Mickiewicz-Preis, ausgezeichnet worden.
Sie lebt in Warschau.
Olaf Kühl ist Schriftsteller, Slawist und Übersetzer polnischer Literatur, außerdem russischer und ukrainischer Literatur.
Er erhielt unter anderem den Karl-Dedecius-Preis 2005 und 2026, den Deutschen Jugendliteraturpreis 2005 für seine Übersetzung von Dorota Masłowskas „Wojna polsko-ruska pod flagą biało-czerwoną“, die Auszeichnung Polonicum der Universität Warschau 2015 „für herausragende Leistungen bei der Verbreitung der polnischen Sprache und Kultur im Ausland“, 2016 gemeinsam mit Szczepan Twardoch den Brücke Berlin Literaturpreis für den Roman „Drach“ sowie 2018 den Helmut-Braem-Preis für sein übersetzerisches Lebenswerk.
2008 reiste er gemeinsam mit Andrzej Stasiuk nach Sibirien und erreichte das Lager, in dem der russische Oligarch Michail Chodorkowski inhaftiert war. Aus dieser Expedition entstand der Roman „Martwe zwierzęta“ („Tote Tiere“), erschienen 2011 bei Rowohlt Berlin.
Sein zweiter Roman „Prawdziwy syn“ („Der wahre Sohn“) erschien 2013 und wurde für den renommierten Deutschen Buchpreis nominiert. Der politische Thriller „Ostatnia gra Berlin“ („Das letzte Spiel Berlin“) erschien 2019.
2023 veröffentlichte er das Buch „Z. Krótkie dzieje Rosji, widziane z perspektywy jej końca“ („Z. Kurze Geschichte Russlands, von seinem Ende her gesehen “), in dem er auf langjährige Erfahrungen als Russlandberater des Berliner Senats (1996–2021) zurückgreift. Im Juli 2023 stand „Z“ auf Platz eins der Bestenlisten für Sachbücher der Neuen Zürcher Zeitung, der WELT, des WDR und des ORF.
Als Literaturwissenschaftler beschäftigt er sich insbesondere mit dem Prosawerk Witold Gombrowiczs („Gęba erosa. Tajemnice stylu Gombrowicza“, Universitas 2005).

