Prof. Dr. habil. Eugeniusz Cezary Król

Historiker, Politologe, ordentlicher Professor der Geisteswissenschaften, in den Jahren 1999-2000 Gastprofessor an der Johannes Gutenberg-Uni-versität in Mainz, 2002-2006 Direktor des Wissen-schaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, 2012-2016 Direktor des Instituts für politische Studien der Polnischen Aka-demie der Wissenschaften in Warschau, 2006-2015 Leiter des Lehrstuhls für Politologie und akademi-scher Lehrer an der Hochschule Collegium Civitas in Warschau. Derzeit Professor an der Fakultät für Management der Visuellen Kultur der Akademie der Bildenden Künste, Warschau.
Für das Buch Propaganda und Indoktrination des Nationalsozialismus in Deutschland 1919-1945, bekam er Klio-Preis (Warschau 1999) und Jan Długosz-Preis (Krakau 2000, sowie Klio-Preis (Warschau 2006) und Joachim Lelewel-Preis (Warschau 2008) für das Buch Das Polen und die Polen in NS-Propaganda in Deutschland 1919-1945. Übersetzer und Herausgeber der ausgewählten Fragmenten von Joseph Goebbels Tagebücher, Bde 1-3, Warschau 2013-2014. Zur Zeit arbeitet er an der Übersetzung und an der kritischen Edition von Adolf Hitlers Mein Kampf.

 

NS-Polenpropaganda in Deutschland 1919-1945 (Zusammenfassung des Vortrags).

Der Vortrag hat zum Ziel, das Bild Polens und das der Polen am Beispiel von Programm, Äußerungen der Anführer und Aktivitäten der nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland näherzubringen. Wie groß war Stellenwert, den die Nazis den polnischen Themen in den Jahren des Machtkampfes (1920-1933), sowie nach der Machteroberung in Deutschland (1933-1939) und während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) beimaßen? Welche Züge besaß ihre Polenwahrnehmung und wie änderte sich sie mit der Zeit und Wechsel der innerdeutschen und internationalen Lage? Wie betrachtete man die traditionellen polnischen Nationalstereotypen? Das sind die grundlegenden Fragen, die im Vortrag Antworten finden sollen. Um sie zu erreichen, werden verschiedenen Quellen herbeigerufen und zwar die Texten und Bilder aus der Presse, Filme, Massenpublikationen (Bücher, Broschüren, Plakaten, Bilder, Karikaturen); ein Teil davon wird während der Vortrags präsentiert und analysiert. Als Schlüsselproblem wird die Frage gestellt, wie tief die NS-Polenpropaganda die deutsche Bevölkerung durchdrang und welche Folgen hinterlassen hat? Diese Frage soll Ausgangspunkt für die hoffentlich interessante Diskussion mit den Begegnungsteilnehmer bilden.