Aktuelles

07. April 20117, 18:00 Uhr, Saal 2097

Prof. Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast ist Direktorin des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien (ZIP) an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
Thema:
Geteilte Städte in der deutsch-polnischen Grenzregion.
Die deutsch-polnische Grenzregion steht heute erst am Anfang der grenzüberschreitenden Kooperation innerhalb der Europäischen Union. Der Grund dafür ist die relativ kurze Existenz der heutigen Grenze zwischen Polen und Deutschland und die gerade erst überstanden Systemtransformation beider Regionen östlich und westlich der Grenze. Somit ist die Problematik der deutsch-polnischen Grenze spezifisch und unterscheidet sich von den meisten Grenzregionen innerhalb der EU. Nicht nur die Grenze selbst hat sich erst vor 72 Jahren zwischen den beiden Ländern verschoben, sondern auch die politische, wirtschaftliche und soziale Ordnung ist relativ neu und immer noch in Bewegung. Daher eignet sich, der an der Europa-Universität Viadrina entwickelte Ansatz B/ORDERS IN MOTION, sehr gut zur Erforschung der deutsch-polnischen Grenzregion seit dem Zweiten Weltkrieg bis zur heutigen Integration innerhalb der Europäischen Union. Der Ansatz erlaubt die Beschäf-tigung mit den sich veränderten Grenzen und Ordnungen zugleich. Die Komplexität der Markierung (Durabilität), der Durchlässigkeit (Permeabilität) und der Bildung von Grenz- zonen mit komplexen Überlagerungsstrukturen (Liminalität) der deutsch-polnischen Grenze wird desto sichtbarer, wenn man die historischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Vor- aussetzungen für grenzüberschreitende Kooperationen in der Europäischen Union im Allgemeinen und in den geteilten Städten in der deutsch-polnischen Grenzregion im Speziellen verglich. Die ähnlichen Voraussetzungen der polnischen und (ost-)deutschen Grenzregion nach der Systemtransformation der 1990er Jahre erleichtern die grenzüber-schreitende Kooperation einerseits, andererseits hemmen sie diese.

Moderation: Prof. Dr. hab. Brigitta Helbig- Mischewski


Nach der Vorlesung laden wir zur Vernissage der Arbeiten von
IRENA IZABELA IMAŃSKA http://irena-imanska.kosmoreal.de
in die Galerie UTP.
Laudator: Dr. Piotr Olszowka

Ort:
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6,  Saal 2097


Das Projekt wird finanziert mit den Mitteln aus:
Gefördert durch::
PNFN

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Herr Krzysztof Michniewicz Firma ARTEM GmbH – Steine mit Profil
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